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Altuelle Nachrichten

Respekt dem Respekt – Kompetenztraining für Jugendliche im Landkreis Miltenberg

Seit neun Jahren veranstalten die Regionalstelle für Kirchliche Jugendarbeit und das Jugendhaus St. Kilian in Miltenberg das Respekt-Projekt. Bei dem Kompetenztraining zur Förderung von Respekt, Achtung und Toleranz nahmen vom 16. bis 18. März rund 90 Schüler aus drei Miltenberger Schulen (Realschule, Förderschule und Gymnasium) teil.

Sie kommen aus dem selben Ort, spielen im gleichen Verein Fußball, hören gerne Musik und verbringen ihre Freizeit mit ihren Freunden. Die 90 Schüler, die im März am Respekt-Projekt teilgenommen haben, ähneln sich in ihrem Aufwachsen und in ihren Hobbys. Sie verbindet so viel – und doch trennt sie ein entscheidendes Merkmal: Sie alle besuchen in Miltenberg drei unterschiedliche Schulen. Die Schulart unterscheidet zwischen den Heranwachsenden und lässt dadurch Vorurteile und Klischees in ihren Köpfe wachsen.

An diesem Punkt setzt das Projekt an: Schüler unterschiedlicher Schulbildungen verbringen im Jugendhaus St. Kilian zusammen drei Tage. Die Schulklassen, aus der achten und neunten Jahrgangsstufe kommend, werden während des Projekts aufgelöst und miteinander vermischt. Den Veranstaltern geht es u.a. darum, dass die Schüler ihre Berührungsängste gegenüber anderen Gleichaltrigen verlieren, lernen aufeinander zu zu gehen, bestehende Vorurteile abzubauen und zu erfahren, dass sie alle mehr verbindet als die Schule sie trennt. Die Regionalstelle und das Jugendhaus wollen mit dem Respekt-Projekt ein Zeichen für Respekt und Toleranz setzen und Jugendliche aus dem Landkreis Miltenberg dafür sensibilisieren.
Zu Beginn des Projekts kommen die Schüler über den Respekt-Begriff ins Gespräch, tauschen sich über ihre Vorstellungen und in diesem Zusammenhang gemachten Erfahrungen aus und beziehen Stellung dazu, wie viel Respekt sie vor bestimmten Promis wie Papst Franziskus oder Bushido haben und wie viel Respekt sie bspw. ihren Eltern, Obdachlosen oder Polizisten gegenüber zollen. Am zweiten Tag geht es ans Eingemachte. In Workshops erfahren die jungen Menschen worauf es ankommt, wenn sie gemeinsam in der Küche eine Mahlzeit zubereiten müssen, dass es viele gewaltfreie Möglichkeiten gibt auf Provokationen zu reagieren, dass ein fairer Schokoriegel mehr über Respekt aussagt als man denkt, dass ein respektvoller Umgang auch im Internet nicht ganz unbedeutend ist oder warum Fairplay für den sportlichen Wettkampf notwendig ist. Die Schüler arbeiten in den Workshops intensiv miteinander, bekommen neue Perspektiven angeboten, blicken so über ihren Horizont hinaus und machen neue Erfahrungen. Wichtig ist der abschließende Transfer in den Alltag: Was hat das alles mit Respekt zu tun? Was kann ich mit in meine Schulklasse oder Familie nehmen? Am Ende der drei Tage kommen die Schüler wieder in ihrer Schulklasse zusammen und überlegen gemeinsam, wie sie die Erkenntnisse der Tage in der Klasse umsetzen können. In den letzten Jahren zeigte sich noch Monate nach dem Projekt eine positive Wirkung auf das Klassenklima. Das Respekt-Projekt wirkt und wird von den teilnehmenden Schulen immer wieder bei den Veranstaltern angefragt. Respekt dem Respekt: Drei Tage, in denen sich Jugendliche aus dem Landkreis Miltenberg mit ihrer eigenen Wertvorstellungen auseinandersetzen, sich mit Gleichaltrigen darüber austauschen und ein bisschen sensibler werden im Umgang mit sich, mit anderen und mit der Welt.

Bürgstädter Straße 8
63897 Miltenberg
Tel. 09371 9787-0
Fax 09371 9787-11

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